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Lüdecke, Steffen: Die schiefe Ebene

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Rezension:

Das vorliegende Werk widmet sich einer sehr besonderen Bahnstrecke, der Schiefen Ebene zwischen Neuenmarkt-Wirsberg und Marktschorgast im Zuge der bayerischen Ludwig-Süd-Nord-Bahn zwischen Lindau und Hof. Inzwischen in der vierten Auflage hat dieses Buch Ergänzungen und Veränderungen erfahren.
Beginnend mit den zentralen Daten der Strecke, die minutiös aufgeführt werden, liefert Lüdecke zunächst eine Retrospektive auf die letzte Saison des Dampfbetriebs auf dieser Strecke im Jahr 1973. Im folgenden Kapitel stellt er die historische Entwicklung des Projektes und der Strecke ausführlich und detailliert dar, wobei dankenswerterweise auch die damaligen Maßeinheiten den heute üblichen gegenübergestellt werden, was natürlich das Verständnis der historischen Texte für heutige Leser erheblich erleichtert, zumal dies auch wissenschaftlichen Gepflogenheiten entspricht.
Dem ausführlichen Zitat der Projektbeschreibung aus der Entstehungszeit werden sowohl Übersichtskarten und Faksimiles zeitgenössischer Dokumente und Zeichnungen als auch neuere und neueste Fotos beigegeben. Insgesamt gibt dieser Abschnitt einen sehr guten Eindruck der damaligen Planungen und Problematiken wider. Sinngemäß gleich wird der Lokomotivbetrieb der Zugförderung und der allgemeine Fahrdienst präsentiert.
Lüdecke vergisst dabei auch nicht die jüngere Geschichte der Strecke. Weit von einer Romantisierung des Fahrdienstes entfernt, bleibt die Art der Darstellung stets sachlich-distanziert, was dem dokumentarischen Wert des Werkes deutlich zugute kommt.

Durch die Kombination historischer und modernerer bzw. heutiger Darstellungen und Fotografien mit den jeweils dazu passenden Texten gewinnt der historische Wert dieser Darstellung noch zusätzlich. Auch das beigegebene Literaturverzeichnis unterstreicht diesen Eindruck. Ein Anhang mit Farbfotografien und kolorierten Postkarten zum Thema ergänzt noch die ausführliche und lesenswerte Publikation.

Vereinzelte Fehler fallen nicht ins Gewicht und lassen sich bei einer derartig umfangreichen Arbeit nicht vermeiden. Insgesamt legt Lüdecke mit der vorliegenden Arbeit eine umfassende und sehr lesenswerte Publikation vor, die durchaus auch wissenschaftlichen Anforderungen genügt, sind doch Kernaussagen mit Quellen untermauert, die auch durchaus nachvollziehbar sind.
Handwerklich in der bekannten sehr guten Qualität der Veröffentlichungen des EK-Verlags erstellt, bietet dieses Werk für einen zwar nicht unerheblichen Preis einen sehr angemessenen Lesegenuss und eine Vielzahl von Informationen mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Leser merkt außerdem deutlich, dass seit der ersten Auflage einige Überarbeitungen stattgefunden haben.

© Hans-Ludwig Leers

Verlagsinformationen:

Die leg­endäre Steil­rampe in Ober­franken

Die Schiefe Ebene zwis­chen den ober­fränkischen Ortschaften Neuenmarkt-Wirsberg und Mark­tschor­gast ent­stand von 1844 bis 1848 als Teil­stück der Ludwig-Süd-Nord-Bahn Lin­dau – Hof. Auf nur 6,8 km Streck­en­länge mussten in schwierigem Gelände 157,7 Höhen­meter gewon­nen wer­den, was die Anlage von aus­gedehn­ten Stütz­mauern, Steindäm­men und Ein­schnit­ten erforder­lich machte

Die Schiefe Ebene stellte eine der bedeu­tend­sten Inge­nieurleis­tun­gen im begin­nen­den Eisen­bahnzeital­ter dar. Zur Zeit ihrer Eröff­nung galt sie als größte Steil­rampe der Welt, die im nor­malen Rei­bungs­be­trieb befahren wurde. Für viele Eisen­bah­n­fre­unde war die Rampe in den sechziger und siebziger Jahren ein Mekka, fuhren doch dort die let­zten Schnel­lzug­dampfloks der Bau­reihe 01. Heute steht das nach wie vor beein­druck­ende Bauw­erk unter Denkmalschutz und ist regelmäßig Ziel zahlre­icher Dampflok­son­der­fahrten.

Stef­fen Lüdecke, ein langjähriger Ken­ner der Schiefen Ebene, hat die bald 170-jährige Geschichte der Rampe in unzäh­li­gen Details zusam­menge­tra­gen. In seinem umfassenden Band wird die große Zeit einer der berühmtesten deutschen Steil­strecken wieder lebendig.

© EK Verlag

weitere Titel des Autors

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Leseprobe
Format gebunden
Seiten 377
Jahr 2016, 4. Aufl.
Verlag EK Verlag

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