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Wesch-Klein, Gabriele: Die Provinzen des Imperium Romanum

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Die Bedeutung der römischen Provinzen für das Imperium

Rezension:

Die Ausdehnung Roms vom Stadtstaat zum Imperium beruhte nicht allein auf einem überlegenen Militärapparat, sondern auch auf einer hochkomplexen Provinzialverwaltung.

Gabriele Wesch-Klein schildet den Aufbau des römischen Provinzialsystems vom Erwerb der ersten Provinz bis zur größten Ausdehnung des Römischen Reiches unter Diocletian. Das Buch wendet sich dem Verwaltungsaufbau zu und analysiert die bürokratischen Strukturen von Justiz, Steuererhebung und Militär.
Dabei wird deutlich, dass das Römische Reich für seine Finanzen, seine Militärmacht und die Lebensmittelversorgung der Städte auf die Provinzen angewiesen war. Ihr Verlust bedeutete zwangsläufig den Niedergang, der leider nicht mehr Teil des Buches ist. Dafür lenkt Wesch-Klein den Blick auf die einheimischen Bevölkerungen und fragt danach, in wie fern ihre Einbindung in das Provinzialsystem gelang.

In einem systematischen Teil werden alle kaiserzeitlichen Provinzen in alphabetischer Reihenfolge vorgestellt. Zusammen mit Kartenmaterial, Glossar und Zeittafel macht dieser Abschnitt das Buch zu einem gelungenen Nachschlagewerk.
Weniger gelungen ist die Einbindung der Quellenzitate in den darstellenden Teil.

Das Römische Reich, erwachsen aus einem Stadtstaat, brauchte im Zuge seiner gewaltigen Ausdehnung wirksame Strukturen zu seiner Verwaltung und Verteidigung. Die Provinzen sind dieses Instrument, die zentrale Einheit für Verwaltung, Justiz und Rechtsprechung, für Steuererhebung und Militär.

Gabriele Wesch-Klein schildert die historische Entwicklung des Provinzialsystems von der ersten Provinz Sizilien, die 241 erobert wurde, bis zum hochkomplexen System der Spätantike (mit bis zu 120 Provinzen unter Diocletian). Sie beschreibt den hierarchischen Verwaltungsaufbau und die unterschiedlichen Zuständigkeitsbereiche. Sie analysiert die militärische Bedeutung der Provinzen für das weit gespannte Herrschaftssystem von Gibraltar bis nach Syrien und von England bis Nordafrika. Sie zeichnet die wirtschaftliche Bedeutung für die Finanzierung des Reiches nach. Und sie schildert die Situation der einheimischen Bevölkerungen. Eine grundlegende Einführung für jede Beschäftigung mit dem Imperium Romanum.

© Thomas Gräfe

Verlagsinformationen:

In der späten Republik entwickelte sich das voll ausgebildete Provinzialsystem. Der Band zeichnet die historische Entwicklung von der ersten Provinz 241 bis in die späte Kaiserzeit nach und schildert dessen Aufbau, die militärische und wirtschaftliche Bedeutung sowie die Situation der einheimischen Bevölkerungen in den Provinzen.

© WBG

weitere Titel der Autorin

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Leseprobe
Format kartoniert
Seiten 162
Jahr 2016
Verlag WBG

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